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meine Kommentare
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19. Februar 2012: Gauck wird's!
Das ist eine gute Nachricht.
Aber wie die Kesselflicker haben sie sich in Berlin zuvor gestritten -
ein unwürdiges Schauspiel. Das hat Gauck nicht verdient. Und er geht
souverän, gelassen drüber weg.
17. Februar 2012: Endlich!
Heute ist er denn doch zurückgetreten - nach 233 Tagen im Amt, davon
66 quälenden Tagen des Wulffens.
Und nun wird's doch noch Gauck - wetten?
23. Januar 2012:
Wulff: Wenn denn wirklich der Landtag belogen wurde, sei das ein "ernster
Vorgang", den der "Staatsgerichtshof prüfen" müsse. Selbst politische
Weggefährten sind sprachlos. "Solche Ausreden habe ich bisher nicht
für möglich gehalten" (Kubicki gestern bei Jauch).
Eine Hand wäscht die andere - das war wohl schon immer Normalität im
Netzwerk Wulff.
Im Mai 2015 wird die Bundesversammlung den nächsten Bundespräsidenten
wählen. Bis dahin klebt auf diesem Sessel ein kleiner Karrierist,
den niemand mehr ernst nimmt. Das Amt wird's überstehen.
20. Januar 2012:
Viele neue Mauscheleien. Sein Duzfreund Glaeseker steht unter
Bestechungsverdacht.
Wulff klebt auf seinem Sessel. Wer gut sitzt, braucht keinen Standpunkt.
10. Januar 2012:
In der Talkshow von Markus Lanz heute Abend zog der Politikberater
Michael Spreng das Resumee:
"Wulff hat seine Ohren auf Durchzug gestellt
und die Zugbrücke hochgezogen".
Er hat sich wohl entschieden, bis zum Ende seiner offiziellen Amtszeit
durchzuhalten. Wie kann man so ein Spießrutenlaufen durchstehen??
Wohl nur mit Ignoranz.
Und genau diese Ignoranz werden die meisten Deutschen ihm auch
entgegenbringen: Ohren auf Durchzug stellen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mir auch nur einen Satz
von ihm noch anhören mag.
6. Januar 2012:
Wenn man im Web recherchiert, findet man in Wikipedia zu
Carsten Maschmeyer einen Artikel, der auffallend vorsichtig
nur im Konjunktiv formuliert ist, aber offensichtliche Tatsachen mit
zahlreichen Quellen belegt.
Beispiel: "Im September 2010 strahlte die ARD in der Sendung
Panorama einen Beitrag über Maschmeyer aus mit dem Titel "Abzocker
Maschmeyer: Liebling der Politik, Freund des Bundespräsidenten".
Darin wird über Tausende Kleinanleger berichtet, die ihr Geld mit
beim AWD erworbenen Finanzprodukten verloren haben sollen."
Die Vorsicht ist offenbar nötig, denn Herr Maschmeyer pflegt
Journalisten durch seine Anwälte mit Prozessen zu überziehen und bis
in ihre Privatsphäre zu verfolgen.
Weiteres Zitat: "Der Deutsche
Journalisten-Verband (DJV) stellte zu Maschmeyers Vorgehen fest,
dass er „Pressefreiheit und Demokratie bedroht“ und verlangte von ihm,
„sofort mit den presse- und strafrechtlichen Nachstellungen [..]
aufzuhören“".
Ein schöner Freund des derzeitigen Bundespräsidenten.
5. Januar 2012:
Das Interview am 4. Januar 2012, 20:15 Uhr in ARD und ZDF, verstärkte
meinen Eindruck, dass Wulff keine gute Besetzung für das Amt des
Bundespräsidenten ist.
Von seinen 9 Vorgängern im Amt haben mindestens 4 die Maßstäbe
für dieses höchste Amt in unserem Staat gesetzt:
(7.) Roman Herzog mit seiner Ruck-Rede 1997, mit der er
die Tradition der "Berliner Rede des Bundespräsidenten" begründete.
Ich erinnere mich besonders auch an Horst Köhlers Berliner Rede
Bildung für alle
(21.9.2006), die die Bildungsdebatte in Deutschland mit anstieß.
(6.) Richard v. Weizsäcker mit seiner Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes (8.5.1985),
mit der er den 8. Mai als "Tag der Befreiung" neu deutete.
(3.) Gustav Heinemann als einer der Väter der deutschen
Friedensbewegung,
und als 1. und wichtigster:
(1.) Theodor Heuss. Er gab den Deutschen
Würde zurück und erreichte mit Beharrlichkeit internationalen Respekt
(erst 11 Jahre nach Kriegsende, im Mai 1956, gab es den 1. Staatsbesuch
eines deutschen Bundespräsidenten - in Athen). Ich bin meinen Lehrern
dankbar, die uns damals die Grundlagen demokratisch-politischen Bewusstseins
am Vorbild "Papa Heuss" vermittelten.
Nach diesen Maßstäben wünsche ich mir eine Persönlichkeit im
Schloss Bellevue,
die über den Parteien steht und uns etwas zu sagen hat,
das sie auch persönlich überzeugend vertritt.
Nicht einen Sprecher, der vorgefertigte Texte verliest, mal
diesen, mal jenen, aber keines Textes Inhalt mit seiner Person
glaubhaft vertritt.
Nicht einen Parteigänger, den die Bundeskanzlerin als möglichen Konkurrenten
offensichtlich überschätzte.
Nicht einen aalglatten Karrieristen, der sich mit zweifelhaften Freunden
umgibt.
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